| 1870 |
Im Jahre 1870 wurde in der Gemeinde
Oberdorf eine Pflichtfeuerwehr gegründet |
| 1871 |
Es
wurde eine Handgezogene, fahrbare
Handdruckspritze angeschafft, die noch
bis weit in das 19 Jahrhundert genutzt
wurde |
| 1874 |
Die erste schriftlich fixierte
Feuerlöschordnung der Gemeinde Oberdorf
, wurde erstellt und durch die
Amtshauptmannschaft bestätigt |
| 1876 |
Der Gemeinderat legte die Bezahlung für
den Spritzenmeister von 6 Mark pro Jahr
fest. Er wurde für die Wartung und
Pflege der Geräte verpflichtet. |
| 1879 |
Aus den Unterlagen (Versicherungsschein)
ging hervor, dass das
Feuerwehrgerätehaus "ein alter
Bretterverschlag mit einem Schieferdach"
im Wert von 1200 Mark war. Der Standtort
war gleich neben der alten Schule |
| 1880 |
Die Gemeinde Oberdorf hatte 268
Einwohner, davon mussten 45 Mann ihren
Dienst in der Pflichtfeuerwehr ableisten |
| 1889 |
Der Gemeinderat beschließt eine
Gebührenordnung zur Wagenbespannung
(Brände in den umliegenden Gemeinden) |
| 1899 |
Es
fand jedes Jahr eine Bestandsaufnahme
der Gerätschaften durch Herrn
Branddirektor Wiegand in Form einer
Übung statt |
| 1903 |
Durch den Branddirektor Wiegand, wurde
die bestehende Feuerlöschordnung aus dem
Jahre 1874 bemängelt. Die Wehr sollte in
eine Lösch- und Rettungsmannschaft
aufgeteilt werden. Die Anführer
kennzeichneten sich durch Arm- und
Bauchbinden |
| 1904 |
Die Feuerlöschverordnung wurde
überarbeitet. Jedes Feuerwehrmitglied
erhielt eine Feuerlöschordnung in
gedruckter Form. |
| 1905 |
Es
gab in Oberdorf 318 Einwohner, wovon 61
Kameraden ihren Dienst in der
Pflichtfeuerwehr ableisteten. Im Bestand
der Feuerwehr war eine
Saug-Druck-Spritze mit 130 Meter
Schlauchmaterial |
| 1914 |
Die seit 1874 stehende Handdruckspritze
wurde durch den Spritzenbauer "Reinhard
Haustein" aus Alberoda repariert. Eine
Erneuerung der Saugeinrichtung wurde aus
Kostengründen abgelehnt |
| 1916 |
In
Folge des Kriegstreibens wurden die
Feuerwehren durch das MDI (Ministerium
des Inneren) zu besonderer Sparsamkeit
mit dem Schlauchmaterial aufgerufen |
| 1919 |
Die Gemeinde Oberdorf erhielt vom
Landesausschuss sächsischer Feuerwehren
einen Aufruf, die vorhandenen
Handdruckspritzen gegen Motorspritzen
auszutauschen |
| 1921 |
Nach der Anfrage vom Landesausschuss der
sächsischen Feuerwehren über die
Einsatztechnik, antwortete der
Gemeinderat Oberdorf: dass zur Zeit eine
Pferde gezogene Handdruckspritze zum
Einsatz kommt und ein Austausch gegen
eine Motorspritze aus finanziellen
Gründen nicht in Frage kommt |
| 1925 |
Nach dem die Stadt Stollberg eine
Kraftfahrzeug-Motorspritze hatte, fand
erstmals eine Übung mit der neuen
Motorspritze statt |
| 1931 |
Die Amtshauptmannschaft Stollberg wies
daraufhin, dass die in Stollberg,
Thalheim und Lugau stationierten
Überlandspritzen verpflichtet sind im
Umkreis von 15 km auszurücken. Eine
Anforderung konnte nur durch den
Bürgermeister bzw. Feuerlöschdirigenten
erfolgen |
| 1933 |
Die Einwohnerzahl von Oberdorf stieg auf
408, wovon 79 Männer der
Pflichtfeuerwehr angehörten. In
folgenden Jahren wurde durch den 2.
Weltkrieg die Arbeiten der Feuerwehr
eingeschränkt. Es gab kaum noch Männer
und somit wurde das Feuerlöschen und der
Luftschutz durch Frauen gesichert |
| 1945 |
Zum Ende des 2. Weltkrieges bestand die
Ausrüstung der Wehr aus einer
Handdruckspritze und ca.160m
Schlauchmaterial. Es wurde die
Freiwillige Feuerwehr Oberdorf
gegründet. Auf Grund einer Verordnung
zur Feuersicherung der Ernte, musste die
Gemeinde Mitteldorf ihre alte
Motorspritze an die Freiwillige
Feuerwehr Oberdorf vom Typ (TS 4
Siegerin von Fladder) abgeben |
| 1946 |
Auf Anordnung der
Militärkreiskommandantur wurden 13
Kameraden wegen ihrer Dienste als
Offiziere und Unteroffiziere in der
Wehrmacht aus dem Feuerwehrdienst
entlassen. |
| 1947 |
Das alte Spritzenhaus neben der Schule
wurde wegen Baufälligkeit abgerissen und
der Dorfbach verlegt. Die Gerätschaften
wurden im Freien gelagert |
| 1949 |
Die Feuerwehr Oberdorf erhielt eine TS8
mit Gespannwagen. Die Geräte wurden in
der Scheune bei Paul Junghans
abgestellt. Bei Alarmierung der Wehr
mussten die landwirtschaftlichen Geräte
in der Scheune beiseite geräumt werde,
da die Gerätschaften hinten dran
standen. Durch den Baumeister Schneider
aus Stollberg wurde ein Plan für ein
neues Gerätehaus mit einen Schlauch- und
Steigerturm sowie einer Wohnung
entworfen. Das Projekt wurde nie
realisiert. |
| 1950 |
Die Mitglieder der Freiwilligen
Feuerwehr Oberdorf erhielten erstmals
Uniformen, die aus den Beständen der
Feuerwehr Niederzwönitz kamen. |
| 1952 |
Das neue Gerätehaus wurde in
vereinfachter Form gebaut. |
| 1957 |
Es
wurde eine Brandschutzgruppe für den
vorbeugenden Brandschutz unter der
Leitung von Ernst Hiller gebildet. Nach
einem verheerenden Brand am Seidel Gut,
wurde auf die schlechte Alarmierung und
Einsatzstärke hingewiesen. Im Oktober
erhielt die Feuerwehr Oberdorf einen
Tragkraftspritzenanhänger mit
aufgebauter TS8. Die bis dahin genutzte
Gespannspritze wurde abgegeben. |
| 1958 |
Im
April wurde durch den Rat der Gemeinde
ein Personenkraftwagen vom Typ "Horch"
übernommen. Zur Verbesserung der
Alarmierung, wurde im September eine
Sirene auf dem Dach der Schule
installiert |
| 1959 |
Der vorhandene Horch wurde durch einen
Personenkraftwagen vom Typ " Wanderer"
ausgetauscht. Der offene
Tragkraftspritzenanhänger wurde durch
einen geschlossenen Anhänger getauscht |
| 1961 |
Die Feuerwehr Oberdorf nahm erstmalig an
einem Feuerwehrwettkampf in der Staffel
4x100m teil und erreichte von 25
teilnehmenden Mannschaften den 9.Platz |
| 1963 |
In
diesem Jahr nahmen zwei Staffeln am
Kreisausscheid im Feuerwehrkampfsport
teil. Eine Staffel ging aus dem
Wettkampf als Sieger hervor und
qualifizierte sich somit für den
Bezirksausscheid für 1964. Die
Jugendlichen wurden erstmals erwähnt.
Dies war eine Art Pionierfeuerwehr,
welche heute mit einer Jungendfeuerwehr
vergleichbar ist |
| 1968 |
Die Feuerwehr von Oberdorf erhielt aus
Armeebeständen einen ausgemusterten
"Garant K30". Das Fahrzeug blieb
Eigentum des Rat des Kreises und wurde
nur zur Nutzung übergeben |
| 1969 |
Das Gerätehaus der Freiwilligen
Feuerwehr Oberdorf wurde umgebaut und
bekam auf der Rückseite einen
Benzinbunker |
| 1970 |
Im
Februar wurde eine
Frauenbrandschutzgruppe mit 5
Kameradinnen gebildet |
| 1972 |
Die AG junger Brandschutzhelfer wurde
unter der Leitung von Siegfried
Scheibner gegründet |
| 1973 |
In
der Disziplin" Schnelligkeitsübung der
Gruppe" belegte die Feuerwehr Oberdorf
den ersten Platz |
| 1974 |
Durch die Eingemeindung wurde die
Freiwillige Feuerwehr Oberdorf in die
Freiwillige Feuerwehr Stollberg,
Kommandostelle Oberdorf umbenannt |
| 1977 |
Der erste Wochenendlehrgang der
Freiwilligen Feuerwehren, Stollberg,
Gablenz und Oberdorf fand in
Wolfgangsmaßen bei Schneeberg statt |
| 1980 |
Der Freiwilligen Feuerwehr Oberdorf
wurde die Auszeichnung "Vorbildliche
Freiwillige Feuerwehr" verliehen |
| 1983 |
Die AG " Junge Brandschutzhelfer" wurde
als einzige AG vom Ministerium des
Inneren in Berlin für die geleistete
Arbeit ausgezeichnet |
| 1984 |
Ein neuer Tragkraftspritzenanhänger
wurde an die Wehr übergeben |
| 1985 |
Am
15.Februar wurde ein neues Fahrzeug vom
Typ"Robur LO" übergeben. Das Garagentor
am Gerätehaus musste vergrößert werden |
| 1986 |
Die Freiwillige Feuerwehr Stollberg mit
den Kommandostellen erhält den
Ehrennahmen "Hans Schletter". |
| 1987 |
Die Frauenmannschaft der Feuerwehr
Oberdorf belegte den 2.Platz beim
Kreisleistungsvergleich |
| 1991 |
Der Name wurde wieder in Freiwillige
Feuerwehr Oberdorf umbenannt |
| 1992 |
Es
erfolgte die Gründung des Vereins der
Freiwilligen Feuerwehr Oberdorf e.V. |
| 1992 |
Die Kameraden der Feuerwehr Oberdorf
nahmen bei den Löscharbeiten im
Katastropheneinsatz zur
Waldbrandbekämpfung im Kreis Weißwasser
teil |
| 1993 |
Im
Rahmen einer Jahreshauptversammlung
wurde die Alters- und Ehrenabteilung der
Freiwilligen Feuerwehr Oberdorf
gegründet |
| 1994 |
Vom 28. bis 31 Juli feierte die
Freiwillige Feuerwehr Oberdorf ihr 120
jähriges Bestehen. Im Rahmen der
Feierlichkeiten wurde die
Jugendfeuerwehr unter der Leitung von
Toralf Colditz wieder gegründet |
| 1995 |
Nach dem der Umbau, des nie genutzten
Heizhauses der Agrargenossenschaft in
einem Gerätehaus abgeschlossen war,
wurde dieses an die Kameradinnen und
Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr
Oberdorf am 21.04.1095 übergeben. Die
Kameraden der Feuerwehr Oberdorf,
arbeiteten zum Wochenendlehrgang
erstmals mit einem Löschgruppenfahrzeug
vom Typ"W50". Das Fahrzeug gehört heute
dem Verein der Freiwilligen Feuerwehr
Oberdorf e.V. |
| 1999 |
Die Jugendfeuerwehr feiert ihr 5jähriges
Bestehen. Anlässlich dieses Ereignisses,
bekam die Jugendfeuerwehr die erste
eigene Fahne |
| 2000 |
In
der Freiwilligen Feuerwehr Oberdorf
verrichten 36 Kameraden ihren Dient in
der aktiven Abteilung. Die Alters- und
Ehrenabteilung zählt 15 Mitglieder. In
der Jugendfeuerwehr arbeiten 20 Mädchen
und Jungen mit. Die größten Erfolge
feierte die Jugendfeuerwehr beim
6.Pokalwettbewerb der Jugendfeuerwehren
in Sachsen. Die Mädchen holten sich den
2.Platz und die Jungen den 1.Platz |
| 2002 |
Die Freiwillige Feuerwehr Oberdorf
bekommt ein gebrauchtes LF 16/TS vom Typ
Iveco-Magirus |
| 2009 |
Die Freiwillige Feuerwehr Oberdorf hat
zur Zeit 27 Kameraden im aktiven
Einsatzdienst, sowie 16 Kameradinnen und
Kameraden in der Alters- und
Ehrenabteilung. In der Jugendfeuerwehr
arbeiten 14 Mädchen und Jungen mit. |