Ein Kind zu sein ist nicht einfach. Ein Säugling, der nur ein paar Kilogramm wiegt, muss im Laufe eines Jahres viele Fähigkeiten erlernen, die er im späteren Leben brauchen wird. Es beginnt mit dem Strampeln, dem Drehen auf den Bauch und auf den Rücken, dem Krabbeln auf dem Boden, dem Krabbeln auf allen vieren, dem Sitzen, dem Stehen und dem Laufen. Wie kann man das Kind bei den einzelnen Aktivitäten unterstützen? Ein Ratschlag für den Anfang: Bringen Sie das Kind niemals in eine Position, die es noch nicht selbst meistern kann.

Auf den Bauch legen
Das Auf-den-Bauch-Legen ist die erste körperliche Entwicklung, die wir bei Kindern fördern. Ärzte empfehlen, das Baby während der Wachphasen auf eine flache Unterlage auf den Bauch zu legen. Aber wie kann man das Kind beim Auf-den-Bauch-Legen unterstützen, wenn es nicht auf dem Bauch liegen will und dabei quengelt? Es ist nicht nötig, das Kind zu quälen, denn es gibt einen einfachen Trick. Legen Sie das Baby auf Ihren Bauch und sprechen Sie mit ihm, erzählen Sie ihm ein Märchen, singen Sie ihm ein Lied vor, motivieren Sie das Baby, den Kopf heben zu wollen. Das wird dem Kind Spaß machen, denn es spürt Ihre Nähe, hört Ihre Stimme und sieht Sie.
Sich auf den Bauch drehen
Das Drehen auf den Bauch ist eine weitere wichtige Fähigkeit: Das Kind dreht sich mit Hilfe seiner Ärmchen und Beinchen, bis es sich vollständig auf den Bauch gedreht hat. Wie kann man das Kind dabei unterstützen? Eine erste Möglichkeit ist, sich eine Decke mit Spielbogen oder beispielsweise einen hölzernen Spielbogen mit Spielzeug anzuschaffen. Das Baby wird sich nach den Spielzeugen umdrehen und dadurch motiviert sein, sich umzudrehen. Wenn es immer noch nicht klappt, können Sie dem Baby beim Umdrehen ein wenig helfen. Übungen zum Umdrehen auf den Bauch finden Sie auf YouTube.

Krabbeln
Krabbeln ist eine der wichtigsten Fähigkeiten, die beide Gehirnhälften miteinander verbindet und zudem die Muskeln rund um die Wirbelsäule stärkt. Je länger das Baby krabbelt, desto besser für es. Natürlich fängt das Kind nicht sofort an zu krabbeln; viele Kinder krabbeln zunächst auf dem Bauch und beginnen erst danach, sich auf die Knie zu stützen und auf allen vieren zu krabbeln. Wenn das Kind dazu nicht neigt, können Sie es unterstützen. Anleitungen zum Üben dieser Fähigkeit finden Sie auch im Internet, aber generell gilt nur, dass es gut ist, das Kind gelegentlich auf alle vier zu legen. Aber drängen Sie das Kind natürlich nicht; wenn es sich noch nicht auf allen vieren halten kann, zwingen Sie es auf keinen Fall und überlassen Sie es ihm. Sollte es ein Problem geben und das Kind in seiner Entwicklung zurückbleiben, wird der Arzt Sie an einen Spezialisten überweisen.
Sitzen
Setzen Sie Ihr Kind niemals hin, bevor es sich nicht selbst hinsetzen kann! Das Sitzen lässt sich nicht trainieren – wenn das Kind sich hinsetzt, dann setzt es sich eben. Das Einzige, worauf Sie achten müssen, ist, dass es richtig sitzt, also mit den Füßen nach vorne und nicht auf den Fersen. Das Sitzen auf den Fersen ist falsch.
Stehen
Genau wie beim Sitzen gilt: Stellen Sie das Kind niemals auf und setzen Sie es nicht in eine Lauflernhilfe! Das Kind muss selbst herausfinden, wie es aufstehen kann, und zwar aus der Vierfüßlerstellung. Zunächst wird es mit Unterstützung stehen und später auch ohne.
Gehen
Wenn das Kind bereits stehen kann, ist es nur noch einen kleinen Schritt vom Laufen entfernt. Zunächst wird es um Möbel herumlaufen, was wirklich lange dauern kann. Sogar mehrere Monate. Das Kind muss sich selbst in den Raum wagen, also vermeiden Sie auch hier verschiedene Hilfsmittel wie aktive Lauflernhilfen.
